Was Klasse B alles erlaubt
Mit Klasse B darfst du Pkw bis 3.500 kg zulässiges Gesamtgewicht plus Anhänger bis 750 kg fahren. Du darfst auch einen schwereren Anhänger ziehen, solange das gesamte Gespann (Zugfahrzeug plus Anhänger zulässig beladen) nicht mehr als 3.500 kg wiegt.
Beispiel: Pkw 2.000 kg leer, Anhänger 1.300 kg leer. Solange ihr Gesamtgewicht inklusive Ladung 3.500 kg nicht überschreitet, ist das Klasse B.
B96: die unbekannte Brücke
B96 ist keine eigene Klasse, sondern eine Schlüsselzahl im B-Schein. Du machst einen Tag (5 Theoriestunden plus 3,5 Stunden Praxis) Schulung, keine Prüfung. Damit darfst du Gespanne bis 4.250 kg fahren.
Für die meisten Wohnwagen-Fahrer reicht das. Erst ab 4.250 kg Gespann brauchst du BE.
Wann du wirklich BE brauchst
BE wird relevant bei schweren Wohnwagen über 1.500 kg leer, Pferdeanhängern, Bootsanhängern und Baucontainern mit schweren Inhalten. Auch für berufliche Nutzung im Handwerk, wo schwere Werkzeuganhänger gezogen werden.
Erlaubt sind dann Pkw bis 3.500 kg und Anhänger bis 3.500 kg, also Gespanne bis 7.000 kg Gesamtgewicht. Das deckt fast alle privaten und kleingewerblichen Anwendungen ab.
Aufstockung statt Neuausbildung
Wenn du schon Klasse B hast, ist BE eine reine Erweiterung: keine Theorieprüfung, nur 5 Pflicht-Sonderfahrten (3 Überland, 1 Autobahn, 1 Nacht) plus Übungsstunden und praktische Prüfung. Kosten bei der FBZ rund 750 bis 1.150 Euro. Dauer in der Regel 4 bis 8 Wochen.