Wann eine MPU verlangt wird
Die Fahrerlaubnisbehörde fordert eine MPU bei: Alkoholfahrt mit über 1,6 Promille (oder Wiederholungstaten), Drogen am Steuer, aggressivem oder rücksichtslosem Verhalten, 8 oder mehr Punkten in Flensburg, körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen.
Die Behörde schreibt dich an, fordert binnen Frist (meist 8 Wochen) ein Gutachten. Erst dann wird über Ausstellung oder Verlängerung des Führerscheins entschieden.
Ablauf der MPU
Drei Teile: 1. Medizinische Untersuchung (Blutprobe, Reflexe, körperlicher Zustand). 2. Psychologischer Test (Reaktionsschnelligkeit, Konzentration). 3. Psychologisches Gespräch – das ist das eigentlich Schwierige.
Im Gespräch geht es um deine Tat: Wann, warum, was hat sich seitdem verändert? Wer nicht ehrlich und reflektiert antwortet, fällt durch. „Das war ein Ausrutscher" hilft nicht – die Psychologen suchen nach Einsicht und konkreter Verhaltensänderung.
Vorbereitung mit Beratungsstelle
Studien zeigen: MPU mit professioneller Vorbereitung hat eine Bestehensquote von rund 70 %, ohne nur etwa 40 %. Beratungsstellen helfen, das Gespräch realistisch zu üben und die richtige Reflexionstiefe zu zeigen.
Kosten der Vorbereitung: 300 bis 1.500 Euro je nach Umfang. Klingt viel, ist aber günstiger als eine durchgefallene MPU plus Wiederholung plus monatelang ohne Führerschein.
Was du parallel selbst tun kannst
Bei Alkoholthemen: Abstinenz-Nachweise sammeln (CDT-Test, Haaranalyse über 6 oder 12 Monate). Bei Drogen: Urinscreening über 6 Monate. Bei Punkten: Aufbauseminar oder ASF-Kurs absolvieren.
Dokumentiere alles: Therapie, Selbsthilfegruppe, Verhaltensänderung. Die MPU-Stelle will Beweise, nicht Versprechen.
Was die FBZ leistet
Wir machen die MPU selbst nicht – das ist gutachterlich von der Fahrerlaubnis unabhängig. Wir beraten aber: Welche Schritte zur Wiedererlangung, welcher Aufbauseminar-Anbieter, wann wieder Anmeldung möglich. Und: Wenn dein Schein zurückerlangt ist, übernehmen wir dich gerne wieder als Fahrschüler.